DAS VOLK VON LOT UND DIE STADT,
DIE UNTER DEM STEINREGEN VERSANK

Die offensichtlichen Zeichen am Lot-See

Der 82. Vers der Sure Hud; "Und als Unser Befehl ergangen war, kehrten Wir in dieser (Stadt) das Oberste zuunterst und ließen auf sie gebrannte Steine hageldicht niederregnen." legt deutlich dar, was für eine Katastrophe Lots Volk heimsuchte.

Wahrscheinlich wird mit der Aussage in diesem Vers, "Wir kehrten das Oberste zuunterst" ein starkes Erdbeben angedeutet. Die Region, in der sich der Lot-See befindet und wo die oben erwähnte Vernichtung stattgefunden hat, weist dementsprechend offensichtliche Zeichen eines Erdbebens auf.

Der deutsche Archäologe Werner Keller äußert sich zu diesem Thema:

In dieser Region entstanden bei einer mächtigen Zerstörung Explosionen, Blitzschläge, Brände und mit Erdgasen zusammen ein furchtbares Erdbeben. Mit dem Tal von Siddin wurden auch die Städte von Lots Volk (Sodom und Gomorra) begraben.13

Der Lot-See - auch bekannt als das Tote Meer - befindet sich in einer aktiven seismischen Region, die eine Erdbebenzone bildet:

Die Basis des Toten Meeres befindet sich in einem tektonisch verursachten Erdfall, die Riftebene genannt wird. Diese Ebene liegt auf einer 300 km langen Strecke zwischen dem See Tiberias im Norden und der Mitte der Arabah Ebene im Süden.14

Der Quranvers; "Wir... ließen auf sie gebrannte Steine hageldicht niederregnen" deutet wahrscheinlich auf die Steine, die der Vulkanausbruch in die Luft geschleudert hatte. (In der Sure asch-Schu'ara', Vers 173, wird das gleiche Ereignis folgendermaßen beschrieben: "Und ließen auf sie einen (Stein)regen hageln, und übel fürwahr war der Regen, der die Gewarnten traf".)

Werner Keller äußert sich auch zu diesem Thema:

"Durch das Aufreißen der Erdoberfläche während des Erdbebens wurden die bis dahin inaktiven Vulkane unter der Erdoberfläche freigelegt. In der oberen Ebene der Scheria findet man noch heute erloschene Krater. Hier befinden sich auf Kalkschichten riesige Tuffstoffe und Basaltschichten."15

Diese Lava- und Basaltschichten sind der beste Beweis, dass hier eine vulkanische Explosion stattgefunden hat. Die Aussage im Quran: "Wir ... ließen auch brennende Steine niedergehen, die wie Regentropfen aufeinander folgten" deutet höchstwahrscheinlich auf diese vulkanische Explosion hin. Und mit dem Satz im selben Quranvers: "Und als Unser Befehl ergangen war, kehrten Wir in dieser (Stadt) das Oberste zuunterst..." ist scheinbar das Erdbeben gemeint, wodurch der Vulkan mit einer enormen Wucht explodierte und zu einer Spaltung und zum Einsturz der Erdoberfläche führte. Die Wahrheit kennt nur Allah.


Satellitenfoto der Region in der Lots Volk lebte


Satellitenfotos vom Lotsee

Lotsee, heute bekannt als das Tote Meer

On the left: an illustration showing the volcanic eruption and the collapse that followed it, which caused the whole people to disappear.
Überblick auf die Berge um den Lotsee.

Die offensichtlichen Zeichen des Lot-Sees sind außerordentlich wichtig. Die Ereignisse, die im Quran erzählt werden, spielen sich zum größten Teil im Mittleren Osten, auf der arabischen Halbinsel und in Ägypten ab. Mitten in dieser geographischen Region befindet sich der Lot-See. Sowohl die Ereignisse um den Lot-See, als auch die geologische Struktur des Sees sind beachtenswert. Der Lot-See befindet sich etwa 400 Meter unter der Meeresoberfläche. Der See selbst misst 400 Meter Tiefe, was wiederum bedeutet, dass der Seegrund 800 Meter tiefer liegt als die Meeresoberfläche. Das ist der tiefste Punkt in der Erdoberfläche: In anderen Regionen, in denen die Erdoberfläche tiefer liegt als der Meeresspiegel, beträgt die Tiefe höchstens 100 Meter. Eine andere Besonderheit des Lot-Sees ist der hohe Salzgehalt mit etwa 30%. Deswegen können hier weder Fische noch Algen leben. Diesbezüglich wird in westlichen Sprachen der Lot-See als "Totes Meer" bezeichnet.

Die Ereignisse um Lots Volk dürften sich um achtzehnhundert vor Christus abgespielt haben. Gestützt auf archäologische und geologische Recherchen berichtet der deutsche Forscher Werner Keller, dass sich die Städte Sodom und Gomorra in der Siddimebene genannten Region, die einst große und weite Lebensräume aufwiesen, am Ende des Lot-Sees befinden.

Der Lot-See stellt den besten Beweis für die im Quran berichtete Vernichtung dar.

Eine Landzunge erstreckt sich östlich in den See. Diesen Teil nennen die Araber "El Lisan" nämlich "die Zunge". An dieser Stelle in der Mitte des Sees ist ein Abgrund, der den See entzweit, der aber vom Land aus nicht zu sehen ist. Auf der rechten Seite der Halbinsel ist der Wasserspiegel 400 Meter tief, auf der linken Seite ist er nach letzten Messungen nur 15-20 Meter tief. Dieser Teil des Sees ist später durch ein Erdbeben entstanden. Sodom und Gomorra befanden sich an dieser Stelle, wo das Volk Lots einst hier lebte:

Damals konnte man diesen Teil zu Fuß überqueren.


Das Bild (links) zeigt den Vulkanausbruch und den Erdfall der dabei entstand und das Volk von Lot vernichtete. Die Ansicht vom Lotsee aus der Entfernung .

Die Städte Sodom und Gomorra, die einst in der Siddimebene lagen, befinden sich jetzt unter dem glatten Grund des Toten Meeres. Infolge einer furchtbaren Katastrophe - am Anfang des 2. Jahrtausends vor Christus- ist der Seegrund gesunken und Salzwasser, das aus dem Norden floss, drang in die Spalte und füllte sie auf.16 

Die Spuren von Lots Volk sind sehr offensichtlich... Wenn man am unteren Teil des Lot-Sees mit einem Boot umherfährt während die Sonne scheint, hat man eine wunderbare Sicht. Etwas entfernter vom Land sind Bäume unter dem Wasser zu sehen. Diese Bäume wurden durch den hohen Salzinhalt des Sees konserviert. Die grünen Baumreste im tiefen Grund des Sees sind uralt. Die Siddimebene, in welcher die Natur einst blühte, galt als eine der herrlichsten Gegenden in der Region.

Die technische Seite der Katastrophe, die Lots Volk befallen hat, kann aus Forschungsergebnissen von Archäologen entnommen werden. Demnach ist das Erdbeben, das Lots Volk vernichtete, durch einen länglichen Fall der Erde zu Stande gekommen: Der Fluss Sheria hat ein 190 km langes Flussbett, das insgesamt 180 Meter tief abfällt. Diese Tatsachen und dass der Lot-See 400 Meter tiefer als der Meeresspiegel liegt, zeigen, dass hier einst ein riesiges geologisches Ereignis stattgefunden hat.

Die interessante Struktur des Sheria Flusses und des Lot-Sees ist nur ein kleiner Bestandteil einer sehr langen Erdspalte der Erdoberfläche. Die Lage und Länge dieser Erdspalte wurde vor kurzem festgestellt.

Sie beginnt am Rand des Taurus-Gebirges und erstreckt sich in südlicher Richtung über den Südrand des Lot-Sees und die arabische Wüste in den Golf von Akkaba. Von dort aus geht sie ihren Weg über das Tote Meer nach Afrika, wo sie dann endet. Entlang dieser Linie müssen starke Vulkanausbrüche stattgefunden haben. Denn auf den Galileo Bergen von Palästina, auf den Hochebenen am Jordan, im Golf von Akkaba und an anderen nahegelegenen Orten befinden sich schwarzer Basalt und Lava.

All diese Überreste und die geographischen Eigenschaften sind Beweis dafür, dass am Lot-See ein bedeutendes geologisches Ereignis stattgefunden hat. Werner Keller berichtet darüber folgendermaßen:

In dieser Region kam bei einer mächtigen Zerstörung ein furchtbares Erdbeben zustande; begleitet von Explosionen, Blitzschlägen, Bränden und Erdgasen. Mit dem Tal von Siddin wurden somit auch die Städte von Lots Volk (Sodom und Gomorra) begraben. Durch das Aufreißen der Erdoberfläche während des Erdbebens wurden die bis dahin inaktiven Vulkane unter der Erdoberfläche freigelegt. In der oberen Ebene der Scheria findet man noch heute erloschene Krater. Hier befinden sich auf Kalkschichten riesige Tuffstoffe und Basaltschichten.17

Das National Geographic berichtet in seiner Dezemberausgabe aus dem Jahre 1957 über dieses Ereignis:

Die Sodomhöhen steigen in Richtung Totes Meer. Bisher konnte niemand herausfinden, wo sich die verschwundenen Städte Sodom und Gomorra befinden. Die Wissenschaftler sind jedoch der Meinung, dass sich diese Städte gegenüber den Felsen in der Siddimebene befinden. Höchstwahrscheinlich wurden sie infolge eines Erdbebens vom Flutwasser des Toten Meeres überschwemmt.18

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ANMERKUNGEN


(13) Werner Keller, Und die Bibel hat doch recht, New York, William Morrow, 1964, S. 75-76
(14) Le Monde de la Bible, Archéologie et Histoire, juillet-août 1993
(15) Werner Keller, Und die Bibel hat doch recht, New York, William Morrow, 1964, S. 76
(16) Werner Keller, Und die Bibel hat doch recht, New York, William Morrow, 1964, S. 73-74
(17) Werner Keller, Und die Bibel hat doch recht, New York, William Morrow, 1964, S. 75-76
(18) G.Ernest Wright, "Bringing Old Testament Times to Life", National Geographic, Band. 112, Dezember 1957, S. 833

 

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