NOAH UND DIE SINTFLUT

Und wahrlich, Wir entsandten Noah zu seinem Volk und er verweilte tausend Jahre weniger fünfzig Jahre unter ihnen. Dann erfasste sie die Sündflut ob ihrer Sünden. (Sure al-'Ankabut: 14)

Die fast in allen Kulturen bekannte Sintflut nimmt einen besonderen Stellenwert unter den Erzählungen im Quran ein. Über den Propheten Noah und dessen Volk, welches die Offenbarung nicht annahm und sich dagegen wehrte, finden wir detaillierte Informationen. Außerdem erfahren wir im Quran, wie die Ereignisse ihren Lauf nahmen.

Der Prophet Noah wurde entsandt um sein Volk, das die Gebote Allahs missachtete und Ihm andere Götter beigesellte, zum Weg der Rechtgeleiteten einzuladen und es von seiner Rebellion abzuhalten. Obwohl Noah seinem Volk mehrmals den rechten Weg wies und sie vor dem Zorn Allahs warnte, leugneten sie ihn und gesellten Allah weiterhin Partner zu. In der Sure Mu'minun werden die Ereignisse folgendermaßen erzählt:

Und Wir entsandten Noah zu seinem Volk, und er sprach: "O mein Volk, dient Allah. Ihr habt keinen anderen Gott als Ihn. Wollt ihr (ihn) denn nicht fürchten?"

Doch die Anführer seines Volks, die nicht glaubten, sagten: "Dies ist ein Mensch wie ihr, der sich nur über euch erheben will. Denn wenn Allah gewollt hätte, hätte Er gewiss Engel entsandt. Wir haben solches nie von unseren Vorvätern gehört.

Seht, dies ist nur ein besessener Mann, habt darum noch eine Zeitlang Geduld mit ihm."

Er sprach: "O mein Herr! Hilf mir gegen ihren Vorwurf der Lüge." (Sure al-Mu'minun: 23-26)

Noah wurde, wie in den Versen berichtet wird, von den Häuptern der Ungläubigen beschuldigt, seinen eigenen Interessen nachzugehen und Macht über sie auszuüben. Man nannte ihn "besessen", hielt ihn im Auge und übte Druck auf ihn aus. Daraufhin verkündete Allah Noah, dass die Leugner und Gewalttätigen ertränkt, die Gläubigen jedoch gerettet werden.

Als die Zeit der Strafe kam, sprang aus der Erde Wasser, vereinte sich mit starkem Dauerregen und wuchs zu einer Überschwemmung mit gewaltigen Wellen. Allah befahl Noah: "... dann bringe in sie ein Paar von allen (Gattungen) und deine Familie, außer denen, über die der Spruch bereits zuvor ergangen war...". (Sure al-Mu'minun: 27) und außer denen, die die Arche Noah betreten haben - einschließlich des Sohnes von Noah, der sich auf einen nahe liegenden Berg zu retten versuchte- sind alle ertränkt worden. Nach der Flut, als das Wasser sich zurückzog und "die Tat vollbracht war", so der Quran, "Und das Schiff kam auf dem Al-Dschudi zur Rast" - einem hohen Berg-.

Die archäologische geologische und historische Forschung zeigte, dass das Ereignis wie im Quran erzählt, wirklich stattgefunden hat. Die Flut ist in verschiedenen Niederschriften vergangener Zivilisationen, auch wenn Personen- und Ortsangaben nicht übereinstimmen, ähnlich geschildert worden, damit die Zeitgenossen erfahren, wie ein "vom rechten Weg abgegangenes Volk bestraft wurde".

Das Flutereignis wird im Alten und Neuen Testament erwähnt, außerdem kommt es in sehr ähnlicher Form in sumerischen und assyrisch-babylonischen Aufzeichnungen, in griechischen Legenden, im Epos der indischen Shatapata, Brahmana und Mahabharata, in manchen Legenden der Britischen Inseln, in der nordischen Eddasage und in litauischen Legenden, sogar auch in manchen chinesischen Geschichten vor.

Wie konnten solch ausführliche und ähnliche Informationen von geographisch und kulturell entfernten Ländern, die durchaus weit voneinander und von der Flutregion entfernt liegen, erfasst werden?

Die Antwort ist eindeutig: die Tatsache, dass das gleiche Ereignis in den Niederschriften aller jener Gemeinschaften, die wenig Möglichkeit der Verständigung untereinander hatten, erzählt wird, ist tatsächlich ein klarer Beweis dafür, dass diese Leute Wissen von einer göttlichen Quelle empfingen. Es scheint, dass die Flut, eines der größten und zerstörerischsten Ereignisse der Geschichte, von mehreren Propheten verschiedenen Zivilisationen erzählt wurde, um ihre Völker zu ermahnen. Somit haben sich Kenntnisse über die Flut in verschiedenen Kulturen verbreitet.

Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass diese Erzählungen, denen wir in verschiedenen Quellen und Kulturen begegnen, mehrere Versionen haben, die dem Original nicht entsprechen. Höchstwahrscheinlich beruhen diese Unterschiede auf absichtlich verfälschten Quellen und falschen Übertragungen. Forschungen haben belegt, dass unter allen Fluterzählungen, die im wesentlichen das gleiche Ereignis in unterschiedlichen Versionen behandeln, die Erzählung im Quran den wissenschaftlichen Befunden am ehesten entspricht.

 

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